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Im Mai 2019 gespielt

Felix Krull Ankündigung Gestatten, Felix Krull, Sonntagskind und Lebenskünstler. Erlauben Sie mir eine Weile Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit, - Sie werden es nicht bereuen – um Ihnen meinen facettenreichen Werdegang vor Augen zu führen, vom patenten Liftboy zum ehrenvollen Marquis, die fabelhafte Reise eines artiste vivant, oder wie Sie es vielleicht ausdrücken würden, eines gewieften Hochstaplers…

Die „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ berichten von Aufstieg und Fall eines jungen Ungebundenen, der den Widrigkeiten des Lebens mit den großen Augen und leichten Füßen eines Kindes begegnet. Doch die Gespenster der Vergangenheit lassen sich nicht so einfach in die Irre führen wie Felix‘ Mitmenschen. Und wer seine Identität eintauscht, um sein angestrebtes Selbstbild zu verwirklichen, läuft Gefahr beides zu verlieren.

Thomas Manns kunstvolle Romanerzählung und den Glanz der Jahrhundertwende lässt The.a.d.A. dieses Frühjahr in der Aula des Gymnasium Höchstadts aufleben und lädt Sie herzlich zu einem kurzweiligen und schnelllebigen Abend ein!

Besetzung:

Felix Krull
David Doczkal

Mutter, Madame, Senhora
Marie Feuerlein

Vater, Stürzli, Lord
Johannes Dotterweich

Stadtpfarrer, Marquis de Venosta
Anselm Grigull

Stabsarzt, Chef-Rezeptionist, Monsieur Machatschek, Kuckuck
Armin Scharf

Eleanor, Zouzou
Alexandra Seppel

Regie
Janine Utz



 
 
Artikel vom 17. September 2007:
Wer will fleißige Handwerker seh'n?
Arbeiten am neu- en Stück in vol- lem Gange, Zu- wachs und ein- getragener Verein Die Gruppe
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Artikel vom 15. Mai 2007:
The.a.d.A. noch stärker vereint mit einem neuen Wilde(n) Projekt!
Vereinsgründung,
Oscar Wildes "Bunbury" im November 2007
Die Gruppe
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Artikel vom 21. November 2006:
Nach drei sehr erfolgreichen Auf- führungen blickt einer zurück!
Gedanken und Impressionen des Regisseurs, Sven Berwein Leere..
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The.a.d.A.-Neuigkeiten vom 21. November 2006
Nach drei sehr erfolgreichen Aufführungen blickt einer zurück!
Als mich die Zuschauer in der Pause und nach den Aufführungen gefragt haben, „Wieso habt ihr euch so ein schwieriges Stück ausgesucht?“, konnte ich immer nur antworten „Uns hat der Text gefesselt, als wir ihn gelesen hatten, und wir wollten diesem Stück Leben einhauchen, auch wenn mir immer klar war, dass die Inszenierung des Geschriebnen noch einmal eine Steigerung nach sich zieht, die auch schnell unerträglich werden kann“. Ich bin mir auch im Klaren, dass es für den einen oder die andere bestimmt an die Substanz ging, sich diesem Stück zu stellen, und dass nicht nur bei den Darstellerinnen und Darstellern, sondern und vor allem auch bei den Zuschauern. Sich einem Abend dieser destillierten Realität zu stellen, ohne die Chance den Kanal zu wechseln, oder den Fernseher in „Stand By“ zu schalten und sich gegen die „Spaßgesellschaft“ zu entscheiden und mit Adam zu leiden, ist „harter Tobak“. Deshalb bin ich auch stolz auf unser Publikum, das an allen drei Abenden unterschiedlich war, dennoch aber immer mit Sachverstand und Feingefühl auf die einzelnen Szenen reagierte. Gerne sind wir mit der Inszenierung an Grenzen gegangen und wurden mit einem auf die Stühle gebanntem Publikum belohnt und mit zahlreichen Eintragungen in unserem Gästebuch sowie mit den Zeitungskritiken bestätigt.

Ich wurde auch gefragt, wie viel Zeit wir in die Inszenierung gesteckt haben und was mich angetrieben hat, so ehrgeizig zu sein. Über die Zeit kann und möchte ich keine klarere Aussage machen als: sehr lang. Was nicht negativ ist, denn ich habe jede einzelne Stunde der Arbeit mit den The.a.d.A.-Menschen genossen, genauso wie alle anderen Akteure.
Stuhlreihen Stuhlreihen mit Blick auf das CaféFoto: jd
Für die Frage nach dem Ehrgeiz fällt mir als Antwort ein Zitat aus Adam Geist ein:
„Da hat mich etwas getrieben und immer weiter- Getrieben - ich weiß nicht was - Wie es vorbei war, bin ich erst langsam zu mir selber gekommen.“

Jetzt, nach zwei Tagen Abstand, bin ich enorm stolz auf das Geleistete. Vor allem auf meine Schauspielerinnen und Schauspieler, Technikerinnen und Techniker, Requisiteurin, Souffleuse, Helferinnen und Helfern, oder besser The.a.d.A., das ein solches Projekt erst möglich gemacht hat. Ich bin mir sicher, dass man mit Fug und Recht behaupten kann, professionell.

Selten habe ich es erlebt, dass eine Laienschauspielgruppe, die wir nach wie vor sind, eine derartige Leistung erbracht hat. Drei Tage mit dieser Konstanz und Intensität so ein Stück zu spielen,
fällt bestimmt auch Profis nicht leicht, die sich nicht noch zusätzlich um die Rahmenbedingungen kümmern müssen.

Nach dieser intensiven Zeit mit allen Leuten und vor allem mit Adam Geist fällt es schwer los zu lassen, es fällt schwer, wieder in den normalen Trott zurück zu kehren und zu wissen, dass man für eine geraume Zeit das Zischen und Knacken der Scheinwerfer nicht mehr hören wird. Aber auch das gehört zu The.a.d.A. Danach wird der Eifer und die Freude auf eine neue Inszenierung, auf ein neues Projekt noch viel größer sein. Und die neue Aufgabe kommt bestimmt, dass sind wir unserem Publikum und The.a.d.A. schuldig.

Gez.
Sven Berwein
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